Das Knie ist das komplizierteste Gelenk des menschlichen Körpers

Das Knie ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers und von seiner Mechanik her das komplizierteste. Es wird entsprechend stark beansprucht und unterliegt deshalb mit fortschreitendem Alter häufig einem gewissen Verschleiß. Erst das Zusammenspiel von Bändern und Menisken erlaubt es uns, zu gehen, zu laufen, aber auch in die Hocke zu gehen und sich leicht im Knie zu drehen.

 

Eine Kniebehandlung in der OCM

Die exakte Diagnose einer Knieverletzung sowie die Festlegung und Durchführung einer optimalen Therapie erfordern mehr als nur allgemeines medizinisches Fachwissen. Einzelne Ärzte der OCM haben sich auf das Kniegelenk spezialisiert und geniessen aufgrund ihrer Kompetenz auf diesem Fachgebiet eine hohe Reputation. Viele Spitzensportler, Olympiasieger, Welt- und Europameister haben sich ihnen bisher erfolgreich anvertraut.    

Ein Behandlungsschwerpunkt in der OCM-Klinik ist die arthroskopische Chirurgie.
Mit dieser minimal invasiven Methode können Gelenke operiert werden, ohne dass sie dazu aufgeschnitten werden müssen.   

Nahezu alle Operationen am Kniegelenk – mit Ausnahme des Einsetzens eines künstlichen Gelenks – lassen sich heute arthroskopisch durchführen. Auf diese Weise können beispielsweise Rekonstruktionen der Kreuzbänder, Teilentfernungen oder Wiederbefestigung abgerissener Menisken, Reparaturmassnahmen am Knorpel und weitere Operationen durchgeführt werden.

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behandelte Kreuzbandrisse

Kreuzbandriss

Im Zentrum des Kniegelenkes befinden sich zwei Bänder, die sich fast im rechten Winkel „überkreuzen“. Dabei handelt es sich um das vordere und hintere Kreuzband. Diese beiden Bänder haben für die Stabilität und die normalen Bewegungsabläufe des Kniegelenkes eine besonders wichtige Bedeutung. Das vordere Kreuzband wird entsprechend seiner Bedeutung auch als Zentralpfeiler des Kniegelenkes bezeichnet. Bei einer plötzlichen Verdrehung des Kniegelenkes kann es bei entsprechender Gewalteinwirkung zu einem Riß des Kreuzbandes kommen. Solche Mechanismen ereignen sich häufig bei Sportunfällen (z.B. Fußball, alpines Skifahren). Das vordere Kreuzband ist dabei sehr viel häufiger betroffen als das hintere.

Das betroffene Knie schwillt nach einem Riß des vorderen Kreuzbandes durch einen Bluterguß im Gelenk meist stark an. Es ist schmerzhaft und in der Beweglichkeit eingeschränkt. Normales Gehen ist oft noch möglich, vielfach aber mit einer gewissen „Unsicherheit“. Nach Abklingen dieser akuten Symptomatik nach mehreren Wochen verbleibt meist eine Instabilität des Kniegelenkes, die sich durch ein plötzliches „Wegknicken“ in bestimmten Situationen äußert. Hierdurch kann es zu weiteren Verletzungen oder Verschleißerscheinungen an anderen Strukturen des Kniegelenkes (z.B. Menisken) kommen.

In manchen Fällen ist es möglich durch Reduktion der Belastung, Vermeidung von Rotationsbewegungen und schnellen Richtungswechseln oder einem gezielten und dauerhaften Muskeltraining das „Wegknicken“ zu verhindern. Falls dies jedoch nicht gelingt, ist ein operatives Vorgehen angezeigt.

Dazu wird eine körpereigene Sehne als Ersatz für das vordere Kreuband eingebracht. Die Sehne wird im natürlichen Verlauf und an den anatomisch korrekten Ansatzzonen des Kreuzbandes an Ober- und Unterschenkel fixiert. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten und Techniken. Alle operativen Maßnahmen im Gelenk werden heute arthroskopisch durchgeführt. Für die Entnahme der Sehne ist allerdings ein kleiner Schnitt erforderlich.

Der Nachbehandlung kommt eine besondere Bedeutung zu. Die körpereigene Sehne als Ersatz für das Kreuzband muß auch biologisch einwachsen und unterliegt einem wochen- und monatelangen Umbauprozeß. In dieser Phase muß eine Überlastung der rekonstruierten Bandstruktur vermieden werden. Auf der anderen Seite ist jedoch ein gezieltes Muskel- und Bewegungstraining erforderlich zur Wiedererlangung der normalen Funktion. Hiezu gibt es entsprechende und studienorientierte Nachbehandlungskonzepte.

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durchgeführte Operationen

Meniskusriss

Im Kniegelenk gibt es einen Innen- und einen Außenmeniskus. Es handelt sich dabei um sichelförmige oder halbmondförmige Strukturen, die zwischen die Gelenkflächen von Ober- und Unterschenkel eingelagert sind. Sie bestehen aus Faserknorpel, der sowohl Zug- als auch Druckkräfte aufnehmen kann. Dadurch wirken die Menisken als Pufferzone oder Stoßdämpfer im Knie und schützen so die Gelenkflächen vor Überlastung. Sie erfüllen aber noch weitere wichtige Funktionen als Stabilsatoren und Strukturen, die für die Benetzung der Knorpelflächen mit Gelenkflüssigkeit und damit zur Verringerung der Reibung bedeutsam sind.

Schäden am Meniskus können durch Unfälle (Sportverletzungen) oder Verschleiß auftreten.

Die Diagnose einer Meniskuläsion wird neben der körperlichen Untersuchung in erster Linie durch eine Kernspintomographie gestellt. Der geschädigte Meniskus sollte eigentlich immer operiert werden, da seine defekten Anteile zu negativen Folgen am angrenzenden Korpel führen können und sich dadurch eine Arthrose entwickelt. Die operative Versorgung eine Meniskusläsion erfolgt durch Arthroskopie. Oberstes Gebot ist dabei, den Meniskus als Ganzes oder möglichst viel davon zu erhalten. Dies hängt jedoch sehr stark von der Rißform und Lokalisation ab. Nähbar oder refixierbar ist der Meniskus nur in seinen durchbluteten Anteilen. Dies sind aber nur wenige Millimeter im Bereich der angrenzenden Gelenkkapsel. Ansonsten werden die geschädigten und instabilen Fragmente möglichst sparsam reseziert, um die Meniskusfunktion weitgehend aufrecht zu erhalten.

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Knieendoprothesen

Arthrose

Am Kniegelenk kommt bei hochgradigem Verschleiß des Knorpels, der sogenannten Gonarthrose, ein Kunstgelenk zur Anwendung. Je nach Schweregrad, Ausbreitung der Arthrose und Fehlstellung im Bereich des Kniegelenkes kommen verschiedene Endoprothesen zur Anwendung. Hierbei wird versucht, mit möglichst geringem Knochenverlust nur die Knorpel-Knochen-Grenze zu entfernen und die Gelenkpartner zu „überkronen“. Wie auch in anderen Bereichen der operativen Medizin kommen zunehmend muskelschonende, sogenannte minimalinvasive Operationstechniken zur Anwendung. So wird eine deutlich schnellere Rehabilitation nach der Operation erreicht und mit modernen Implantaten eine weitgehend natürliche Funktion des operierten Kniegelenkes.

Ist nur ein Teil des Kniegelenkes von der Arthrose betroffen, kann innen- bzw. aussenseitig ein sogenannter Hemischlitten eingesetzt werden. Es wird hierbei nur der zerstörte Anteil des Kniegelenkes, meist auf der Innenseite, ersetzt. Vorteil dieses Endoprothesentypes ist, dass nur der zerstörte Anteil des Gelenkes ersetzt wird und der noch gesunde Anteil weiter funktionsfähig bleibt.

Meist sind jedoch alle Anteile des Kniegelenkes von der Arthrose betroffen, sodass ein sogenannter Doppelschlitten zur Anwendung kommt, ein sogenannter Oberflächenersatz. Auch hier wird sowenig wie möglich Knochen reseziert und der Bandapparat soweit wie möglich intakt gelassen, um einen normalen Bewegungsablauf nach der Operation wieder zu ermöglichen.

Die Entscheidung über Art und Form der jeweiligen Endoprothese wird vom Operateur im Zusammenwirken mit dem Patienten getroffen und ist individuell zu treffen.

Von den Ärzten der OCM werden jährlich ca. 600 Operationen im Bereich der Kniegelenkendoprothetik durchgeführt. Sie zählen aufgrund ihrer großen Erfahrung zu anerkannten Spezialisten auf dem Gebiet.

Ihre Kniespezialisten

Prof. Dr. med. Hans Hertlein

Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie
D-Arzt für Arbeits- und Schulunfälle

Prof. Dr. med. Robert Hube

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Chirotherapie

Prof. Dr. med. Thomas Kalteis

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Facharzt für Chirurgie, Sportmedizin, Notfallmedizin, Chirotherapie, H-Arzt

Hygienebeauftragter Arzt in Klinik, Praxis und MVZ

Dr. med. Alexander Kirgis

Facharzt für Orthopädie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Rheumatologie, Sportmedizin, Physikalische Therapie, Chirotherapie

Dr. med. Manuel Köhne

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin

Dr. med. Ernst-Otto Münch

Facharzt für Orthopädie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Sportmedizin, Diplom-Sportlehrer 
D-Arzt für Arbeits- und  Schulunfälle

Prof. Dr. med. Philipp Niemeyer

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Bereich Kniegelenks- und Knorpelchirurgie sowie Sprunggelenkchirurgie

Dr. med. Thomas Portenhauser

Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Physikalische Therapie

Dr. med. Markus Schrödel

Facharzt für Chirurgie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Rita Seen- Hibler

Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie, Sportmedizin, Diplom A Akupunktur

Dr. med. Michael Sostheim

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Dr. med. Amelie Stöhr

Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie

Dr. med. Gabriel Wasmer

Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin, Physikalische Therapie, Chirotherapie, Unfallarzt, D-Arzt für Arbeits- und Schulunfälle

 

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